Kartenlegen per E-Mail

Was genau passiert da? Ein Blick hinter die Kulissen

Nachdem ich den Auftrag der Ratsuchenden erhalten habe, prüfe ich, ob ich alle nötigen Angaben bekommen habe und auch, ob die Anfrage meiner Ethik entspricht. Widerspricht eine Frage meinen Regeln – z. B. keine Fragen zum Tod – oder habe ich noch eine Unklarheit (Frage vielleicht nicht „richtig“ gestellt), frage ich per E-Mail nochmals zurück. Sobald mir alles klar ist, hören Sie von mir nichts mehr, bis ich die Legung inkl. Deutung fertig gestellt habe.

Aufträge, die auch nach einem Hinweis von mir nicht so geändert werden, dass sie meiner Ehtik folgen, lehne ich ab. Das heisst, ich überweise den bezahlten Betrag zurück und informiere die betreffende Person per E-Mail.

Die Legungen mache ich meistens der Reihe nach, so wie sie zeitlich eintreffen. Ausnahme: Ich behalte mir vor, eine Anfrage vorzuziehen, wenn ich eine gewisse Dringlichkeit erkenne. Voraussetzung für die Beratung ist die eingetroffene Vorauszahlung. Für jede Legung nehme ich mir ausreichend Zeit. Wenn ich finde, dass zusätzliche Karten nötig sind, um etwas zu verdeutlichen, dann nehme ich weitere dazu. Hin und wieder präzisiere ich mit dem Pendel.

Um Ihre Deutung schriftlich festzuhalten, bringe ich meine Notizen, Gedanken und inneren Bilder in einem Text zusammen. Oft reicht ein guter Blick auf die Karten und mir ist alles sofort klar. Wenn es um mich ginge, müsste ich gar nicht weiter nachdenken. Die Herausforderung ist, Ihre Auslage für Sie verständlich zu beschreiben. Dieser Teil der Dienstleistung kann je nach Komplexität bis zu zwei Stunden dauern, da es nicht immer einfach ist, alles in Worte zu fassen.
Wenn Ihnen einmal eine Äusserung von mir nicht klar ist, fragen Sie ruhig zurück.

Danach sende ich Ihnen die E-Mail mit dem Text. Sehr gerne dürfen Sie mir danach eine Rückmeldung geben.

Eine Bitte: Wenn Sie länger als drei Tage nichts von mir gehört haben, prüfen Sie bitte Ihren Spam-Ordner! Finden Sie auch da keine Antwort von mir, schreiben Sie mir bitte eine E-Mail. Es ist bisher noch nie passiert, aber Technik ist nicht immer fehlerfrei.

Fotos der Legung

Besonders wenn ich erklärende Karten dazu nehme, kann die Auslage für Betrachter absolut chaotisch wirken. Beachten Sie bitte auch, dass eine Legung nicht eine allgemeingültige Form hat. Jeder professionelle Kartenleger hat seine eigene Art der Fragestellung. Das heisst, dass man die Fragepositionen, die man im Internet oder in einem Buch findet, selten auf gleich aussehende Legungen anwenden kann.
Ich kann zwar die Fotos der Legungen mitschicken, rate aber stark davon ab, eine eigene Deutung zu versuchen! Egal bei welchem Kartenleger/welcher Kartenlegerin Sie sich beraten lassen! Sie werden niemals die gleichen Informationen daraus ziehen können, wie die Person, die gelegt und gedeutet hat.

„Schreckliche“ Karten

Lenormand- wie auch Tarotkarten beinhalten gewisse Karten, die auf Unkundige (und auch auf Kartomantie-Anfänger) bedrohlich wirken. Bei den Tarotkarten sind dies vor allem der Tod, der Turm und einige Karten mit Schwertern. Beim Lenormand ängstigen sich viele Menschen vor dem Sarg, dem Kreuz, den Mäusen. Ungern gesehen sind auch Fuchs und Schlange.
Hier möchte ich hauptsächlich eine Botschaft anbringen: Tod und Sarg zeigen NICHT ein drohendes Unglück an. Sie zeigen NICHT, dass ein Todesfall eintritt. Wieso nicht?

  1. Karten = Symbolsprache
  2. Ich frage nicht nach dem Tod und nicht nach Katastrophen. Die Antwort kann also gar nicht etwas in der Art beinhalten.

Gerade bei Tod und Sarg geht es um Loslassen, um Transformation. Es ist ein natürlicher Prozess, der zum Sein dazugehört und wir sprechen nicht vom Leben an und für sich, sondern zum grössten Teil von Beziehungen, Situationen und Verhaltensmustern, die wir ändern müssen. Hier haben wir auch oft den Rat, etwas zu beenden.

E-Mail-Aufträge aus meiner Sicht

Auf der einen Seite habe ich tatsächlich recht grossen Aufwand mit dieser Art der Beratung. Kann ich bei einer direkten Beratung die Antworten sofort liefern und mit den Ratsuchenden interagieren, muss ich hier alles noch niederschreiben. Auf der anderen Seite mag ich es gerne, weil ich das Blatt auch mal liegen lassen und immer mal wieder betrachten kann. Das ist bei sehr komplexen Situationen, die über die einfachen Partnerschaftsfragen hinausgehen, wirklich super. Und natürlich habe ich den Luxus, die Anfragen dann zu beantworten, wenn es sich gerade richtig anfühlt (abgesehen davon, dass ich alle Aufträge zum Kartenlegen immer so schnell wie möglich mache).